Messsysteme

Messsoftware

Die Bedienung von Messsystemen in der Produktion muss effizient und intuitiv sein. Alle Werte am Bauteil sollen genauso gemessen werden wie im Messlabor. Dies erfordert eine ergonomische Bedienerführung und eine ausreichende Unterstützung des Bedienpersonals durch die Software. Mit dem Softwarepaket TIVIS (Tool Integrated Vision System) von EHR steht dem Bediener ein solches Werkzeug zur Verfügung.

Bedienkomfort von TIVIS

Im Wesentlichen umfasst TIVIS folgende Grundfunktionen:

    • Aufnahme der Messwerte von verschiedenen Sensoren (2D-, 3D-Sensorik und Kombinationen der Sensorik)
    • Auswertung, Interpretation und Kombination der Messwerte
    • Grafische Ergebnisdarstellung 
    • Steuerung der Mechanik inkl. Positionsermittlung
    • Archivierung von Messwerten oder sonstigen Daten 
    • Schnittstellen zum Datenaustausch (z.B. QDAS, Prisma, etc.)

Im Bedarfsfall lässt sich TIVIS um kundenspezifische Funktionen und den Einsatz weiterer Sensoren modular erweitern.

Beispiele der TIVIS-Bedienoberfläche

TIVIS_GUI_Messwerte

Messwerte:
Alle relevanten Messwerte können als Kurven dargestellt werden (kundenspezifische Konfiguration). In die Messkurven lassen sich Warn- bzw. Eingreifgrenzen einzeichnen. Der Bediener sieht auf einen Blick, wenn er Parameter seines Fertigungsprozesses nachstellen muss bzw. wie die momentan produzierte Produktqualität ist.









GUI_Tivis_Unwucht

Darstellung der Unwucht (Rundlauffehler):
Werkstücke, wie z.B. Wellen, werden nach der Bearbeitung meist noch gehärtet. Dabei kann sich das Bauteil verziehen. Bei axialen Bauteilen, die sich drehen sollen, kann es zu einem Rundlauffehler kommen. Die Darstellung zeigt, in welche Richtung das Bauteil zu richten ist.









GUI_Tivis_Auskugeln

Optisches Auskugeln:
Mit Hilfe eines optischen 3D-Triangulationssensors, der quer über die Zähne ausgerichtet wird, werden während der Drehung des eingespannten Bauteils 3D-Daten (Punktewolke) aufgenommen. Die 3D-Daten lassen sich jetzt nach Kundenwunsch auswerten. Um z.B. eine Vergleichbarkeit zum taktilen Auskugeln herzustellen, werden rechnerisch Kugeln mit unterschiedlichen Durchmessern zwischen die Zahnflanken gelegt. Die Vergleichbarkeit ist wichtig für die Akzeptanz der Messmethode. Durch intelligente Verrechnung der 3D-Messdaten wird eine Messunsicherheit von besser als 5 µm erreicht.